NABU Berlin weiter gegen Windkraftpläne
PANKOW. Am kommenden Montag, dem 9. November 2026, beginnt die zweite Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Ausweisung von Windenergiegebieten in Berlin. In der vergangenen Woche hatte der Senat seine überarbeitete Planung vorgestellt. “Der neue Plan ist ein großer Schritt in die richtige Richtung”, sagt Rainer Altenkamp, 1. Vorsitzender des NABU Berlin. “Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Senat die möglichen Standorte von acht auf vier reduziert hat und dabei vor allem auf die ökologisch sensiblen Waldflächen im Grunewald, am Teufelsberg und in der Jungfernheide verzichtet hat. Leider aber sind mit … zwei Teilflächen im Bereich Arkenberge noch immer große Waldgebiete betroffen. Es bleibt dabei: Windkraft hat im Wald nichts zu suchen!”
Dagegen seien der Standort in Buchholz Nord sowie eine dritte Teilfläche in Blankenfelde/Arkenberge als vergleichsweise unproblematisch zu bewerten. Zudem kritisiert der NABU Berlin, dass die Gesamtfläche der vom Senat vorgeschlagenen Windenergiegebiete zwar von 596 auf 310 Hektar reduziert wurde, aber noch immer viel größer ist als notwendig. Zwar müsste Berlin nach gegenwärtiger Rechtslage bis Ende 2032 insgesamt 446 Hektar Windenergieflächen ausweisen, doch will die Bundesregierung die entsprechenden Flächenziele zuvor evaluieren. Ein Teil der Fläche könnte zudem über Staatsverträge in andere Bundesländer ausgelagert werden. |
Die Beteiligung der Öffentlichkeit zu den neuen Windenergieplänen dauert noch bis zum 12. Dezember 2026. PM