Pankower Panorama Nachrichten aus Pankow und Umgebung

Ter­mi­ne – Tipps

Hier könn­te IHR Ban­ner stehen …

PAN­KOW Aus­stel­lung (28.09.2022) „Das schmückt Pan­kow – die vier Tem­pe­ra­men­te und an­de­res“ – der Freun­des­kreis der Chro­nik Pan­kow e. V. prä­sen­tiert Ma­le­rei – Gra­fik – Tex­te von Ta­tia­na Burg­henn-Ar­sé­nie im Bro­se-Haus, Dietz­gen­stra­ße 42, 13156 Ber­lin. Die Aus­stel­lung ist ab dem 21. Ok­to­ber 2022 je­weils mitt­wochs und sonn­tags von 14:00 bis 17:00 Uhr bei frei­em Ein­tritt ge­öff­net. Ge­zeigt wer­den An­sich­ten aus dem Pan­kow und Nie­der­schön­hau­sen ei­ner längst ver­gan­ge­nen Zeit. Kon­takt zum´ Freun­des­kreis der Chro­nik Pan­kow gibt es un­ter der Ruf­num­mer (030) 47 47 16 49 oder über e‑mail. UL

PAN­KOW Ren­ten­be­ra­tung (28.09.2022) Im SPD-Kiez­bü­ro, Bern­hard-Lich­ten­berg-Stra­ße 23a, 10407 Ber­lin kön­nen sich in­ter­es­sie­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ab dem 4. Ok­to­ber 2022, 10:00 Uhr, an je­dem ers­ten Diens­tag im Mo­nat kos­ten­los und ver­trau­lich Aus­künf­te und Tipps zu vie­len Ren­ten­an­ge­le­gen­hei­ten vom Ver­si­cher­ten­äl­tes­te der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung (DRV), Mi­cha­el Mus­all ge­ben las­sen. Vor­anmel­dung und Ter­min­ver­ein­ba­rung sind vor­ab un­ter 0177 63 777 33 oder über e‑mail er­for­der­lich. Vor Ort sind die je­weils gel­ten­den Schutz­maß­nah­men vor der Pan­de­mie zu be­ach­ten. BDF

PAN­KOW Wirt­schaft (27.09.2022) Um dem Man­gel an Fach­kräf­ten zu be­geg­nen und da­bei die In­te­gra­ti­on zu­ge­wan­der­ter Men­schen zu för­dern, hat sich im Be­zirk der „In­itia­tiv­kreis Run­der Tisch Ar­beit, Aus­bil­dung, In­te­gra­ti­on 2.0“ ge­grün­det. Das nächs­te Tref­fen für Pan­kower Fir­men fin­det am Frei­tag, dem 14. Ok­to­ber 2022, um 17:00 Uhr im BVV-Saal des Be­zirks­am­tes Pan­kow (Frö­bel­str. 17, Haus 7, 10405 Ber­lin) statt. Um An­mel­dung wird bis zum 12. Ok­to­ber 2022 ge­be­ten. Wei­te­re In­fos hier! LPD

Hof­gar­ten Pan­kow (25. 09.2022). Es scheint, dass die un­ter der Hit­ze des ver­gan­ge­nen Som­mers er­fah­re­nen Lei­den der Pflan­zen und al­ler gärt­nern­den Men­schen mit dem me­teo­ro­lo­gi­schen Herbst­an­fang für die­se Sai­son ein En­de ha­ben. Die Re­gen­schau­er der zu­rück­lie­gen­den Ta­ge und Wo­chen ha­ben die Grä­ser wie­der auf­ge­rich­tet, das vie­ler­orts schon vor­zei­tig herbst­lich an­mu­ten­de Blatt­werk von Stau­den und Ge­höl­zen hat sich vom Stress ver­gan­ge­ner Mo­na­te noch ein­mal er­holt und man­che un­ter der Mi­nier­mot­te lei­den­de Kas­ta­nie bil­de­te ne­ben Früch­ten in­zwi­schen so­gar neue (Not-) Blü­ten­stän­de aus.
Pflan­zen und Gärt­ner konn­ten al­so in den letz­ten Sep­tem­ber­ta­gen buch­stäb­lich durch­at­men und sich auf das Kom­men­de kon­zen­trie­ren: die Ern­te all je­ner Obst­ge­wäch­se und Ge­mü­se­pflan­zen, die den Som­mer ei­ni­ger­ma­ßen heil über­stan­den ha­ben; die Freu­de über die letz­ten leuch­ten­den Blü­ten­stän­de von Dah­li­en, Son­nen­au­ge, Phlox oder mehr­mals blü­hen­den Ro­sen und den Be­ginn der Blü­te­zeit für al­le klei­nen und gro­ßen Ar­ten und ‑sor­ten von Herbstastern.

Herbstblüte im Hofgarten Pankow
Letz­te Grü­ße des Som­mers: Noch blüt der Phlox im Hof­gar­ten. Fo­to FG

PAN­KOW Rund­gang (23.09.2022) Be­zirks­bür­ger­meis­ter Sö­ren Benn (Lin­ke) lädt am Sams­tag, dem 8. Ok­to­ber 2022, um 14:00 Uhr zu ei­nem Kiez­spa­zier­gang durch den Thäl­mann­park ein. Der Rund­gang star­tet am Kul­tur­are­al vor dem Ein­gang der WA­BE, Dan­zi­ger Str. 105, 10405 Ber­lin. Die Tour dau­ert ca. zwei Stun­den, ei­ne Teil­nah­me ist oh­ne An­mel­dung mög­lich und kos­ten­frei. BDF mit LPD

PAN­KOW Kunst-/Kul­tur­för­de­rung (22.09.2022) Der Fach­be­reich Kunst und Kul­tur im Be­zirks­amt Pan­kow un­ter­stützt die freie Kunst- und Kul­tur­sze­ne mit ver­schie­de­nen För­der­instru­men­ten. Es kön­nen Mit­tel der Pro­jekt- und In­fra­struk­tur­för­de­rung für tech­ni­sche Neu­an­schaf­fun­gen in Hö­he von 500 Eu­ro bis 7.500 Eu­ro pro Jahr und Ein­rich­tung be­an­tragt wer­den. Auch ei­ne Fi­nan­zie­rung von Kos­ten für Qua­li­fi­zie­run­gen und Be­ra­tun­gen ist in Hö­he von bis zu 500 Eu­ro pro Jahr und Ein­rich­tung mög­lich. Die An­trags­frist für Maß­nah­men im Jahr 2023 en­det eben­falls am 15. Ok­to­ber 2022. In die­sem Zu­sam­men­hang bie­tet die Re­fe­ren­tin für Kul­tur­för­de­rung Alex­an­dra Heyden am Diens­tag, dem 27. Sep­tem­ber 2022, zwei On­line-In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen für in­ter­es­sier­te Kul­tur­schaf­fen­de von 10.00 bis 11.15 Uhr zum An­trags­ver­fah­ren und von 11.30 bis 13.00 Uhr zum Ab­rech­nungs­ver­fah­ren an.
Wei­te­re In­for­ma­tio­nen u. a. zu den On­line-Ver­an­stal­tun­gen auf der Web­site des Am­tes für Wei­ter­bil­dung und Kul­tur. Wei­te­re Aus­künf­te gibt es auch bei Alex­an­dra Heyden un­ter Tel.: 030 90295 – 3803 oder per E‑Mail. UL

Tipps für Kids aus Pankow

PAN­KOW Ra­dio Ted­dy (14.09.2022) Das Ba­ro­me­ter steht auf Über­ra­schung: Klei­ne Ra­dio-Ta­len­te kom­men ab so­fort ganz groß raus. Ra­dio TED­DY star­tet am 17. Sep­tem­ber 2022 ei­ne deutsch­land­wei­te Live-Show für Kinder.

Mit­ten im Her­zen der Haupt­stadt, am Pots­da­mer Platz, im rie­si­gen neu­eröff­ne­ten duo flagship­s­to­re heißt es ab so­fort wö­chent­lich im­mer Sams­tag von 16:00 bis 18:00 Uhr „Die Ra­dio TED­DY-Mit­Mach-Show“! Un­ge­wöhn­lich und cool, denn als „Co.“-ModeratorIn kann je­de Wo­che ein „Mit­mach-Kind“ live da­bei sein. 

Isa­bell mo­de­riert mit den Kid­dies im duo flagship­s­to­re am Pots­da­mer Platz live die Ra­dio TED­DY-Mit­Mach-Show. Fo­to: @Radio TEDDY

PAN­KOW Flä­chen­nut­zungs­plan) (11.09.2022) Die Se­nats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung, Bau­en und Woh­nen hat be­schlos­sen, den Flä­chen­nut­zungs­plan Ber­lin in Pan­kow für den ehe­ma­li­gen Ran­gier­bahn­hof Pan­kow an der Gra­nitz­stra­ße zu än­dern.
Die vor­ge­schrie­be­ne öf­fent­li­che Aus­le­gung er­folgt im In­ter­net und über das zen­tra­le Be­tei­li­gungs­por­tal Mein Ber­lin vom 12. Sep­tem­ber bis ein­schließ­lich 14. Ok­to­ber 2022. Als zu­sätz­li­ches In­for­ma­ti­ons­an­ge­bot sind die Pla­nun­gen bei der Se­nats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung, Bau­en und Woh­nen, Raum 0106, Erd­ge­schoss, Fehr­bel­li­ner Platz 4, 10707 Ber­lin, Mon­tag bis Frei­tag von 9:00 bis 16:00 Uhr, Don­ners­tag 9:00 bis 18:00 Uhr aus­ge­stellt. Al­le In­for­ma­tio­nen sind iden­tisch mit dem In­ter­net-An­ge­bot. BDF mit ABl.

PAN­KOW Ju­gend­rei­sen (10.09.2022) Das Ju­gend­amt Pan­kow möch­te auch in den Som­mer­fe­ri­en 2023 wie­der Fe­ri­en­rei­sen für Kin­der und Ju­gend­li­che aus dem Be­zirk an­bie­ten und sucht ak­tu­ell Rei­se­an­bie­ter. Da­zu kön­nen sich noch bis zum 15. Ok­to­ber 2022 an­er­kann­te Trä­ger und Ver­bän­de der Ju­gend­hil­fe oder an­de­re Ver­an­stal­ter, die im Som­mer 2023 Fe­ri­en­rei­sen für Kin­der und Ju­gend­li­che un­ter­neh­men, beim Ju­gend­amt um ei­ne fi­nan­zi­el­le För­de­rung be­wer­ben. Be­wer­bungs­un­ter­la­gen gibt’s auf der Ju­gend­amts-Web­site. Und wei­ter­le­sen kön­nen Sie hier! LPD

PAN­KOW Koll­witz (09.09.2022) Vom 10. Sep­tem­ber bis zum 22. De­zem­ber 2022 ist im Schloss Schön­hau­sen (Tschai­kow­ski­stra­ße 1, 13156 Ber­lin) die Aus­stel­lung „Nie wie­der Krieg! Ein Pla­kat. Kä­the Koll­witz.“ zu se­hen. Schü­le­rIn­nen der Klas­sen 5 und 7 des Kä­the-Koll­witz-Gym­na­si­ums ha­ben sich wäh­rend ei­ner Pro­jekt­wo­che in der Ju­gend­kunst­schu­le Pan­kow (JUKS) mit dem be­kann­ten Pla­kat „Nie wie­der Krieg“ von Kä­the Koll­witz künst­le­risch aus­ein­an­der­ge­setzt. Die Schau prä­sen­tiert Er­geb­nis­se aus zwölf Work­shops. Die Er­öff­nung der Aus­stel­lung fin­det am Frei­tag, dem 9. Sep­tem­ber 2022, um 17 Uhr statt. Mehr zu Schloss Schön­hau­sen bzw. JUKS Pan­kow. Und hier geht es zum Hin­ter­grund der Aus­stel­lung. LPD

PAN­KOW Aus­flugs­tipp (08.09.2022) Wer In­ter­es­se an ro­man­ti­scher Li­te­ra­tur und da­zu­ge­hö­ri­gen Dich­ter­or­ten au­ßer­halb Ber­lins hat, den neh­men wir heu­te mit nach Wie­pers­dorf im Nie­de­ren Flä­ming (ein zwei­tes gibt es nur 20 km wei­ter), wo wir im Künst­ler­haus Schloss Wie­pers­dorf nach an­dert­halb­stün­di­ger Au­to­fahrt und rund 130 km zu­rück­ge­leg­ter Weg­stre­cke im frü­he­ren Wohn­sitz des Ro­man­ti­ker-Ehe­paars Bet­ti­na und Achim von Ar­nim („Goe­thes Brief­wech­sel mit ei­nem Kinde“/“Des Kna­ben Wun­der­horn“) und spä­te­ren „Haus für Kul­tur­schaf­fen­de“ (in der DDR) an­kom­men. An die frü­he­ren Be­woh­ne­rIn­nen er­in­nert ein klei­nes Mu­se­um (frei­er Ein­tritt), das wie das Ca­fé in der Oran­ge­rie nur sonn­tags von 13:00 bis 17:00 Uhr  ge­öff­net ist, nach des­sen Be­such und den des wun­der­schö­nen klei­nen Parks (in­di­vi­du­el­le Füh­rung mit QR-Codes) man in Bär­wal­de mit sei­ner Kas­ta­ni­en­al­lee und der Burg­rui­ne (bis 1945 eben­falls im Be­sitz der Ar­nims) oder auf der Rück­fahrt in Klos­ter Zinna mit Mu­se­um und Zis­ter­zi­en­ser­kir­che vor­bei­schau­en könnte.

Lädt nicht nur Men­schen aus Pan­kow zum Be­such ein: Schloss Wie­pers­dorf. Fo­to: Uwe Lemm

Die Kul­tur­stif­tung Schloss Wie­pers­dorf lädt re­gel­mä­ßig ein zu Ver­an­stal­tun­gen wie Som­mer­fest (ge­ra­de wie­der ge­we­sen!) oder weih­nacht­li­chem Turm­bla­sen – was so läuft, fin­den Sie auf der Sei­te der Kul­tur­stif­tung Schloss Wie­pers­dorf! UL

PAN­KOW Aus­flugs­tipp (14.08.2022) Wie wä­re es heu­te mit ei­nem Aus­flug zum Wis­sen­schafts­park Al­bert Ein­stein in Pots­dam auf dem Te­le­gra­fen­berg mit sei­nen se­hens­wer­ten Wis­sen­schafts­bau­ten – Einstein­turm, Ge­bäu­de des Gro­ßen Re­frak­tors, Hel­mert­turm und vie­le an­de­re (Rund­gang hier) -, den wir nach ei­ner knap­pen Au­to­stun­de (40 km), dem Bus 691 vom Haupt­bahn­hof Pots­dam aus oder von dort zu Fuß er­rei­chen und der auf den im Park ver­streu­ten In­fo-Ta­feln gut und ver­ständ­lich er­klärt ist. Güns­ti­ger ist es al­ler­dings, wenn In­ter­es­sier­te z. B. an ei­ner vom För­der­ver­ein Gro­ßer Re­frak­tor e. V. an­ge­bo­te­ne Füh­rung teil­neh­men. Zum Ab­schluss der Be­sich­ti­gungs­tour bie­tet sich für al­le mit Kin­dern ein Ab­ste­cher in den be­nach­bar­ten Klet­ter­park ein, die die Lau­ne der jun­gen Men­schen („Och, schon wie­der Spa­zie­ren­ge­hen!“) si­cher schnell wie­der nach oben brin­gen dürf­te (Al­bert-Ein­stein-Stra­ße 49; In­fos hier!). UL

Das vom Ar­chi­tek­ten Paul Em­ma­nu­el Spiecker ent­wor­fe­ne Kup­pel­ge­bäu­de wur­de in den Jah­ren 1896 bis 1899 er­rich­tet. Fo­to: Uwe Lemm

                     
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Seit mehr als ei­nem Jahr be­rich­tet das pan­kower pan­ora­ma nun schon über Wis­sens­wer­tes aus un­se­rem Be­zirk und in­for­miert Sie z. B. über Ter­mi­ne in Pan­kow. Für Ihr In­ter­es­se möch­ten wir uns, lie­be Le­se­rin­nen und Le­ser, ganz herz­lich be­dan­ken. Doch wir sind auch auf Ih­re Hil­fe an­ge­wie­sen. Wenn Sie uns auf In­ter­es­san­tes in Pan­kow hin­wei­sen möch­ten oder auf ei­ne Ver­an­stal­tung: Sen­den Sie uns bit­te ei­ne kur­ze e‑mail: Hier oder hier! Und ver­ges­sen Sie bit­te nicht, ei­ne Te­le­fon­num­mer für even­tu­el­le Rück­fra­gen anzugeben.

Wir freu­en uns auf Sie!
Ih­re Re­dak­ti­on
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Pan­ora­ma

Hun­de­hal­ter, aufgepasst!

BLAN­KEN­FEL­DE Hun­de­aus­lauf (28.09.2022) Das Be­zirks­amt Pan­kow will das be­stehen­de Hun­de­aus­lauf­ge­biets (HUA) aus dem Land­schafts­schutz­ge­biet (LSG) „Blan­ken­fel­de“ in ei­nen au­ßer­halb des LSG ge­le­ge­nen Er­satz­stand­ort ver­la­gern. Das vor­han­de­ne HUA wi­der­spre­che, so das Be­zirks­amt in sei­nem Be­schluss vom 30.08.2022, „den gel­ten­den Zie­len der Schutz­ge­biets­ver­ord­nung zum LSG „Blan­ken­fel­de“ und steht zu­dem den Zie­len der Um­set­zung des Öko­kon­to­pro­jekts „Ho­brechts­fel­de / Buch und Möl­lers­fel­de“ (hier: „Of­fen­land­schaft Blan­ken­fel­der Feld­mark“) im Rah­men der Ge­samt­städ­ti­schen Aus­gleichs­kon­zep­ti­on ent­ge­gen.“ Au­ßer­dem sol­le durch den Au­ßen­dienst des Ord­nungs­am­tes im LSG „Blan­ken­fel­de“ si­cher­ge­stellt wer­den, dass mit Ver­la­ge­rung des HUA kei­ne wei­te­re Nut­zung im LSG statt­fin­det. Wei­te­re Ein­zel­hei­ten, vor al­lem aber die um­fang­rei­che Be­grün­dung des Vor­ha­bens fin­den sie hier! HL

Es wird ge­baut – und ganz in Holz!

PAN­KOW Bau­en (29.09.2022) In Pan­kow ent­steht an der Brei­ten Stra­ße ein Quar­tier mit rund 80 Woh­nun­gen, Bü­ros und Ge­schäf­ten. In der Pla­nungs­pha­se des Pro­jekts kün­digt das zu­stän­di­ge Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men ANH Haus­be­sitz nun an, dass die­ses Quar­tier in Holz­bau­wei­se er­rich­tet wer­den soll. Ein­zel­hei­ten fin­den Sie auf der In­ter­net­sei­te der Ent­wick­lungs­stadt Ber­lin. HL

Som­mer­bad künf­tig wie­der mit Sonnenterrassen

PAN­KOW Som­mer­bad (26.09.2022) Es tut sich was im Som­mer­bad Pan­kow: Dort wird seit letz­ter Wo­che die ma­ro­den Son­nen­ter­ras­sen, die seit ei­nem Jahr­zehnt we­gen Bau­fäl­lig­keit ge­sperrt sind, wer­den jetzt kom­plett ab­ge­ris­sen und kom­plett und nun auch be­hin­der­ten­ge­recht wie­der auf­ge­baut. Ge­plan­te Kos­ten: 1,5 Mio Eu­ro. Ein­zel­hei­ten hier! UL

Bür­ger­ver­ein und CDU kri­ti­sie­ren Ver­dich­tung in Karow

KA­ROW Woh­nungs­bau (23.09.2022) In Ka­row könn­ten mehr Woh­nun­gen ge­baut wer­den, als der bis­he­ri­ge Rah­men­plan vor­sah. Nun kön­nen auf den Bau­fel­dern Am Teich­berg, Ka­row Süd und Stra­ße 52 (statt der vom Be­zirk prä­fe­rier­ten 3.200) 4.800 Woh­nun­gen er­baut wer­den. Das geht aus ei­ner Ant­wort der Se­nats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung, Bau­en und Woh­nen auf ei­ne Schrift­li­che An­fra­ge des Ab­ge­ord­ne­ten Jo­han­nes Kraft (CDU) vom 13. Ju­li 2022 her­vor. Der Se­nat hat­te das Ver­fah­ren an sich ge­zo­gen und die nach Über­nah­me der Zu­stän­dig­keit im Ju­li 2021 ei­ne Ver­dich­tungs­stu­die durch­füh­ren las­sen. Die­se Er­hö­hung be­nö­ti­ge nach Aus­kunft der Se­nats­ver­wal­tung kei­ne neu­en Flä­chen­po­ten­zia­le – was ja nur so­viel hei­ßen kann, dass eben hö­her ge­baut wird. Die Ver­dich­tung wird vom Bür­ger­ver­ein „Wir für Ka­row“ ab­ge­lehnt („gra­vie­ren­der Ein­schnitt für die An­woh­ner und ei­ne un­über­wind­ba­re Her­aus­for­de­rung für die der­zei­ti­ge In­fra­struk­tur“) und als Igno­rie­rung der Bür­ger­be­tei­li­gung und ei­nes BVV-Be­schlus­ses vom 11. No­vem­ber 2020 be­zeich­net. Au­ßer­dem war in dem Brief des Bür­ger­ver­eins die künf­ti­ge Ver­kehrs­in­fra­struk­tur the­ma­ti­siert und kri­ti­siert wor­den. UL

Zur Ant­wort der Se­nats­ver­wal­tung      Zum Schrei­ben des Bürgervereins

 

Sag‘ mir, wo die Schu­len sind …

PAN­KOW Schul­si­tua­ti­on (22.09.2022) Die vom Se­nat be­schlos­se­ne In­ves­ti­ti­ons­pla­nung für die Jah­re 2022 – 26 wird die Ver­sor­gung mit Schul­plät­zen im Be­zirk wei­ter­hin ver­schär­fen, be­klagt das Be­zirks­amt Pan­kow in ei­ner Pres­se­er­klä­rung vom 22. Sep­tem­ber 2022..Schon jetzt be­stün­de im Be­reich der wei­ter­füh­ren­den Schu­len ei­ne Über­be­le­gung von et­wa 2.900 Plät­zen, was zu über­vol­len Klas­sen füh­re. Das Schul­platz­de­fi­zit ins­ge­samt sei je­doch hö­her: „Jähr­lich müs­sen im­mer mehr Pan­kower Schü­le­rin­nen und Schü­ler – be­son­ders im Ober­schul­be­reich – durch an­de­re Be­zir­ke ver­sorgt wer­den und län­ge­re Schul­we­ge in Kauf neh­men. Oh­ne wirk­sa­me Ge­gen­maß­nah­men wird das Schul­platz­de­fi­zit im Se­kun­dar­be­reich I (d. h. Klas­sen­stu­fe 7 bis 10; d. Red.) in den kom­men­den Jah­ren auf bis zu 7.000 Schul­plät­ze an­wach­sen. Durch aus­blei­ben­de Groß­sa­nie­run­gen an ma­ro­den Schul­stand­or­ten kom­men noch­mal bis zu 3.500 Schul­plät­ze hin­zu, die dem Be­zirk feh­len, um ei­ne an­ge­mes­se­ne schu­li­sche Ver­sor­gung zu sichern.“

Der Ent­wurf der In­ves­ti­ti­ons­pla­nung sah für Pan­kow ei­ne Ver­schie­bung von 29 Sa­nie­rungs­maß­nah­men um bis zu fünf Jah­re vor. Der Be­zirk Pan­kow hat ge­gen die­sen Ent­wurf Wi­der­spruch ein­ge­legt, neun Sa­nie­rungs­maß­nah­men so­wie den Bau von so­ge­nann­ten Schul­dreh­schei­ben prio­ri­siert und er­neut ein­ge­reicht. Die gan­ze Mit­tei­lung fin­den Sie hier! UL mit LPD

Hier warnt Sie Ihr Staat per­sön­lich (dies ist kei­ne Dro­hung!)

PAN­KOW Warn­tag (22.09.2022) Nach­dem sich der letz­te bun­des­wei­te Warn­tag im Jahr 2020 als De­sas­ter er­wie­sen hat­te, nun ein neu­er An­lauf: Der nächs­te Ver­such fin­det am 8. De­zem­ber 2022 statt. An die­sem Ak­ti­ons­tag er­pro­ben Bund und Län­der so­wie die teil­neh­men­den Krei­se, kreis­frei­en Städ­te und Ge­mein­den in ei­ner ge­mein­sa­men Übung ih­re „Warn­mit­tel“. Pünkt­lich um 11:00 Uhr ak­ti­vie­ren die be­tei­lig­ten Be­hör­den und Ein­satz­kräf­te an die­sem Tag zeit­gleich un­ter­schied­li­che Alar­mie­run­gen wie z. B. Ra­dio und Fern­se­hen, di­gi­ta­le Stadt­an­zei­ge­ta­feln oder Warn-Apps.
Auf die­se Wei­se wer­den die tech­ni­schen Ab­läu­fe im Fall ei­ner War­nung und auch die „Warn­mit­tel“ sel­ber auf ih­re Funk­ti­on und auf mög­li­che Schwach­stel­len hin über­prüft. Der bun­des­wei­te Warn­tag dient au­ßer­dem da­zu, die Men­schen in Deutsch­land über die War­nung der Be­völ­ke­rung zu in­for­mie­ren und sie da­mit für War­nun­gen zu sen­si­bi­li­sie­ren. Ge­naue­res er­fah­ren Sie hier. UL

Von jetzt ab zu­sam­men mit Maputo

PAN­KOW Städ­te­part­ner­schaft (21.09.2022) An­läss­lich ei­nes Be­suchs von Dr. Cel­so Si­mao Fu­la­no, Bür­ger­meis­ter des Be­zirks Ka­Tem­be von Ma­pu­to, und Ma­nu­el Ju­lio Sa­lo­mao Nho­ne, Lei­ter der Ver­wal­tung und kom­mu­na­le Diens­te von Ka­Tem­be, bei der 5. deutsch-afri­ka­ni­schen Part­ner­schafts­kon­fe­renz wur­de jetzt auch ei­ne Ver­ein­ba­rung zwi­schen Ka­Tem­be und Pan­kow un­ter­zeich­net. De­ren Ziel es ist, die Freund­schaft und Ver­stän­di­gung zwi­schen den Bewohner:innen bei­der Be­zir­ke zu stär­ken und for­mal ei­ne Städ­te­part­ner­schaft zu be­grün­den. Ein­zel­hei­ten zu Be­such und Un­ter­zeich­nung ste­hen hier! HL

Mo­de­ket­te künf­tig im Rathaus-Center

PAN­KOW Wirt­schaft (21.09.2022) Der Mo­de-Ein­zel­händ­ler TK Ma­xx wird zu Be­ginn des Jah­res 2023 neu­er Mie­ter im Rat­haus Cen­ter Pan­kow ein. Dann er­öff­net das Un­ter­neh­men sei­ne ers­te, 1.700 qm gro­ße Fi­lia­le in Pan­kow. Das be­rich­tet die Im­mo­bi­li­en Zei­tung in ih­rer Aus­ga­be vom 20. Sep­tem­ber 2022.

Be­zirks­amt will En­er­gie spa­ren bei Warm­was­ser und Heizung

PAN­KOW En­er­gie­ein­spa­run­gen (19.09.2022)Ab­schal­tung der Warm­was­ser­be­rei­tung in Schu­len und Sport­hal­len, Ab­sen­kung der Raum­tem­pe­ra­tu­ren in Ver­wal­tung, Schu­len und wei­te­ren öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen, Aus­schal­ten der Au­ßen­be­leuch­tung re­prä­sen­ta­ti­ver Ge­bäu­de und ei­ne Re­du­zie­rung der Be­triebs­zei­ten der Hei­zungs­an­la­gen: Dies sind nur ei­ni­ge der vie­len Maß­nah­men, mit de­nen der Be­zirk zur Ein­spa­rung von En­er­gie bei­tra­gen will. Dies geht aus ei­ner Ant­wort von Be­zirks­bür­ger­meis­ter Sö­ren Benn (Lin­ke) her­vor, die der Bür­ger­meis­ter auf An­fra­ge des Pan­kower Pan­ora­mas ge­ge­ben hat. Da­bei zei­gen die ver­schie­de­nen Maß­nah­men vor al­lem kurz- bis mit­tel­fris­ti­ge Wir­kun­gen, wo­bei be­zirks­weit Ein­spar­po­ten­tia­le zwi­schen 30 und un­ter ei­nem Pro­zent er­war­tet wer­den. Wo und wie ge­spart wer­den soll, kön­nen Sie die­ser Ta­bel­le aus der Ab­tei­lung Wirt­schaft, Fi­nan­zen, Per­so­nal, Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment des Be­zirks­amts Pan­kow ent­neh­men. In­wie­weit sich ein­zel­ne Maß­nah­men als sinn­voll er­wei­sen wer­den – z. B. ei­ne Ver­kür­zung der täg­li­chen Ge­bäu­de­nut­zungs­zei­ten – wird sich al­ler­dings zei­gen müs­sen. UL

Aus­stel­lung von Schü­le­rIn­nen des Carl-von-Os­sietz­ky-Gym­na­si­ums zur Raub­kunst aus Benin

Kunst aus PAN­KOW (17.09.2022) Nach der gest­ri­gen fest­li­chen Er­öff­nung der neu­en Aus­stel­lungs­flä­chen im Ost­flü­gel des Hum­boldt-Fo­rum im Ber­li­ner Stadt­schloss ste­hen die Aus­stel­lun­gen ab heu­te al­le In­ter­es­sier­ten of­fen. Auf mehr als 16.000 Qua­drat­me­tern Flä­che wer­den rund 20.000 Ex­po­na­te aus­ge­stellt. So kön­nen im Eth­no­lo­gi­schen Mu­se­um ab heu­te auch ei­ni­ge Be­nin-Bron­zen be­wun­dert wer­den. Die­sen wer­den von heu­te bis zum kom­men­den Mon­tag Ber­lin-Bron­zen zur Sei­te ste­hen. Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Leis­tungs­kur­se Kunst des Carl-von-Os­sietz­ky-Gym­na­si­ums in Pan­kow zei­gen in ei­ner Pop-Up Aus­stel­lung ih­re künst­le­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit den The­men Straf­ex­pe­di­ti­on, Raub­kunst und dem Um­gang mit den ko­lo­nia­len Ver­bre­chen des Deut­schen Reichs.

Künst­le­ri­sche Ar­beit „In der Fal­le“ der Schü­le­rin­nen Lil­ly-Jas­min T. und Em­ma Lui­sa A. im Rah­men der Pop-Up-Aus­stel­lung BER­LIN-BRON­ZEN des Pan­kower Carl von Os­sietz­ky-Gym­na­si­ums. Fo­to: © Carl-von-Ossietzky-Gymnasium

Mi­cha­el Un­ger mit Pan­kower Be­zirks­me­dail­le 2022 geehrt 

Michael Unger erhält Pankow-Bezirksmedaille
Be­zirks­bür­ger­meis­ter Sö­ren Benn (Lin­ke) und BVV-Vor­ste­her Dr. Oli­ver Jüt­ting (Grü­ne). re., mit dem Geehrten

PAN­KOW Eh­rung (13.09.2022) Mi­cha­el Un­ger er­hielt am Mon­tag, dem 12. Sep­tem­ber 2022, auf dem Jah­res­emp­fang des Be­zirks­am­tes und der Be­zirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung Pan­kow in An­er­ken­nung sei­ner be­son­de­ren Ver­diens­te die Be­zirks­me­dail­le 2022.

Ge­ehrt wur­de er für sei­nen jahr­zehn­te­lan­gen Ein­satz für die Gleich­be­rech­ti­gung von Schwu­len, Les­ben und Trans­se­xu­el­len. Die Lau­da­tio hielt Hel­mut Liebram, der zu­sam­men mit sei­ner Frau Chris­tel Liebram im Jahr 2021 mit der Be­zirks­me­dail­le ge­ehrt wor­den war. Bei die­ser Ge­le­gen­heit trug sich der Ge­ehr­te in das Gol­de­ne Buch des Be­zirks ein. 

Mehr über die Eh­rung le­sen Sie bit­te hier! LPD/Foto:BA‑P

Preis­trä­ger in vier Kategorien

Fahr­zeu­ge mit Ka­me­ras und Mess­tech­nik er­fas­sen den Fahr­bahn­zu­stand in Pan­kows Nebenstraßen

PAN­KOW Ver­kehrs­si­cher­heit (08.09.2022) Wenn Ih­nen dem­nächst Fahr­zeu­ge im Be­zirk be­geg­nen, aus de­nen Stra­ßen fo­to­gra­fiert wer­den, be­steht kein Grund zur Sor­ge: Denn in den nächs­ten Wo­chen wer­den spe­zi­el­le Mess­fahr­zeu­ge in den Ne­ben­stra­ßen Pan­kows so­wie der Be­zir­ke Lich­ten­berg, Mit­te und Rei­ni­cken­dorf un­ter­wegs sein, um den Zu­stand von rund 1.800 Ki­lo­me­tern Fahr­bahn zu er­fas­sen. Le­sen Sie hier mehr über den Ein­satz der Mess­fahr­zeu­ge in Pan­kows Nebenstraßen.

Blick über den Zaun: Das Mu­se­ums­dorf Glashütte 

PAN­KOW Orts­ge­schich­te (16.07.2022) Für Pan­kower und ih­re an Orts­ge­schich­te in­ter­es­sier­ten Be­su­cher ei­gent­lich un­ver­zicht­bar: ein Aus­flug (mit Bahn und Rad – RE 5 – oder mit dem Pkw) nach Glas­hüt­te bei Baruth/​Mark.

Rein­hold Bur­ger (l.) und sein En­kel Axel Bur­ger, Fo­to Mi­cha­el Hinze

Dort näm­lich kam am 12. Ja­nu­ar 1866 je­ner nach­mals in der Pan­kower Wil­helm-Kuhr-Stra­ße 3 ak­ti­ve Un­ter­neh­mer zur Welt, dem wir u. a. die Er­fin­dung der Ther­mos-Ge­fä­ße ver­dan­ken: Rein­hold Bur­ger, seit ei­ni­gen Jah­ren auch Na­mens­pa­tron der gleich­na­mi­gen Schu­le in der Neu­en Schön­hol­zer Stra­ße. Ein Aus­flug nach Glas­hüt­te ist al­so auch ein Aus­flug in Pan­kower His­to­rie. Al­ler­dings nicht nur: denn das Haupt­au­gen­merk beim Be­such des Mu­se­ums­dor­fes liegt auf der Er­kun­dung der 300-jäh­ri­gen, von den Gra­fen zu Solms-Ba­ruth be­grün­de­ten Glas­ma­cher­tra­di­ti­on. Und es ist viel zu se­hen und zu er­le­ben beim Rund­gang durch den na­he­zu „aus der Zeit ge­fal­le­nen Ort“, den mu­sea­len An­ge­bo­ten, den viel­fach kunst­hand­werk­lich ak­ti­ven Neu-Be­woh­ne­rIn­nen, der rus­ti­ka­len Gas­tro­no­mie im ört­li­chen Gast­hof Reu­ner und dem le­gen­dä­ren Orts-„Konsum“. Beim Aus­flug all­ge­mein und ins­be­son­de­re auf der rund 3 km-Wan­de­rung von Bahn­hof zum Ort soll­te man sie na­tür­lich da­bei ha­ben: je­ne Ge­fä­ße die „Hei­ßes heiß und Kal­tes kalt“ hal­ten – die Bur­ger­schen Ther­mos-Kan­nen. Mehr zum Mu­se­ums­dorf Glas­hüt­te: Hier.

Wer mit dem Zug an­reist, er­hält üb­ri­gens gleich am seit Jah­ren pri­va­ti­sier­ten Bahn­hofs­ge­bäu­de Klas­dorf so­wohl die Ein­la­dung zur Über­nach­tung in den drei in­zwi­schen dort ent­stan­de­nen Fe­ri­en­woh­nun­gen, als auch das – lei­der nur sonn­täg­lich – of­fe­rier­te Kaf­fee­haus-An­ge­bot mit (wirk­lich) köst­li­chen Ku­chen und al­ler­lei ku­li­na­ri­schem „Zu­be­hör“. Und ge­le­gent­lich fin­den dort auch Kon­zert­ver­an­stal­tun­gen ver­schie­dens­ter Art statt. Mehr zum Bahn­hof Klas­dorf: Hier. MH

 

Fo­to rechts: 
Kaf­fee­pau­se im ehe­ma­li­gen Gü­ter­schup­pen des Bahn­hofs Klas­dorf.
Fo­to Mi­cha­el Hinze

Eh­ren­amts­preis der BVV ausgeschrieben

PAN­KOW Eh­ren­amt (13.07.2022) Noch bis zum 31. Ok­to­ber 2022 kön­nen Per­so­nen und In­sti­tu­tio­nen beim Bü­ro der Be­zirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung (BVV) No­mi­nie­run­gen für den Pan­kower Eh­ren­amts­preis 2022 ein­rei­chen. Mit dem Preis zeich­net die BVV Men­schen aus, die sich frei­wil­lig, selbst­los und un­ent­gelt­lich be­son­ders für das Ge­mein­wohl im Be­zirk en­ga­gie­ren. Die Eh­run­gen sind mit ei­ner fi­nan­zi­el­len An­er­ken­nung ver­bun­den und wer­den auf ei­ner Fest­ver­an­stal­tung im De­zem­ber 2022 verliehen.

Die No­mi­nier­ten soll­ten be­reits drei Jah­re eh­ren­amt­lich tä­tig sein. Ei­gen­vor­schlä­ge von Per­so­nen, Grup­pen oder In­itia­ti­ven wer­den nicht ak­zep­tiert. Vor­schlä­ge aus den Be­rei­chen Um­welt und Sport kön­nen eben­so nicht be­rück­sich­tigt wer­den, da es für die­se ge­son­der­te Eh­run­gen gibt.

Kon­takt zum Bü­ro der Be­zirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung, Frö­bel­str. 17, 10405 Ber­lin: Tel.: 030 90295 ‑5003 oder e‑mail. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum Eh­ren­amts­preis fin­den Sie hier. HL

Vor­erst kei­ne Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren für Pan­kower Gastronomie

PAN­KOW Wirt­schaft (12.07.2022) Da kön­nen sich Gas­tro­nom­in­nen in Pan­kow freu­en – Gas­tro­no­men üb­ri­gens auch: Zur Un­ter­stüt­zung der gas­tro­no­mi­schen Be­trie­be hat das Be­zirks­amt Pan­kow be­schlos­sen, auch für das zwei­te Ka­len­der­halb­jahr 2022 die Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren für Schank­vor­gär­ten zu er­las­sen. Trotz der er­heb­li­chen Lo­cke­run­gen, die mit Be­schluss der SARS-CoV-2-Ba­sis­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung am 1. April 2022 in Kraft ge­tre­ten sind, blei­be die wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on der Gas­tro­no­mie wei­ter­hin pro­ble­ma­tisch und vie­le Lo­ka­le lit­ten noch im­mer un­ter den wirt­schaft­li­chen Fol­gen der Pan­de­mie, heißt es da­zu in ei­ner Ver­öf­fent­li­chung des Bezirksamtes.

Des­halb er­hebt der Be­zirk Pan­kow auch im zwei­ten Ka­len­der­halb­jahr 2022 kei­ne Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren für Schank­vor­gar­ten­flä­chen, das heißt für das Her­aus­stel­len von Ti­schen, Sitz­ge­le­gen­hei­ten und Steh­ti­schen. Dies be­trefft al­le Neu­an­trä­ge so­wie be­reits ge­neh­mig­te Schank­vor­gär­ten, heißt es da­zu wei­ter. Bei be­stehen­den Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen wer­den die Ge­büh­ren bei ei­ner un­mit­tel­bar an­schlie­ßen­den zu­künf­ti­gen Fol­ge­be­an­tra­gung ver­rech­net. In Aus­nah­me­fäl­len, wie z. B. ei­ner Be­triebs­auf­ga­be, kön­nen die an­tei­li­gen Ge­büh­ren aber auch auf An­trag er­stat­tet wer­den. Al­ler­dings sei ei­ne Son­der­nut­zung oh­ne An­trag nicht zu­läs­sig, da ei­ne Prü­fung der ört­li­chen Si­tua­ti­on zur Wah­rung der Ver­kehrs­si­cher­heit er­for­der­lich sei. An­trä­ge und An­fra­gen an das Stra­ßen- und Grün­flä­chen­amt sind per E‑Mail mög­lich. BDF mit LPD

Oder auch hier!

Grund­steu­er­re­form be­trifft al­le! – Wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen zu den Än­de­run­gen ab 2022

Pan­kow Grund­steu­er (01.11.2021) Das Grund­steu­er-Re­form­ge­setz sieht vor, dass zum 1. Ja­nu­ar 2022 bun­des­weit al­le Grund­stü­cke neu zu be­wer­ten sind. In der so­ge­nann­ten Haupt­fest­stel­lung wird erst­mals der Grund­steu­er­wert fest­ge­stellt. Die­ser löst dann ab 2025 den Ein­heits­wert bei der Grund­steu­er ab. Für das Land Ber­lin er­folgt die Er­mitt­lung des Grund­steu­er­werts wie bis­her nach dem Bun­des­ge­setz. Da­bei wird das bis­he­ri­ge drei­stu­fi­ge Ver­fah­ren zur Er­mitt­lung der Grund­steu­er beibehalten:

  • Er­mitt­lung des Grundsteuerwertes,
  • Fest­stel­lung des Grund­steu­er-Mess­be­tra­ges (Grund­steu­er­wert x Messzahl),
  • Fest­set­zung der Grund­steu­er (Grund­steu­er-Mess­be­trag x Hebesatz).

Der ak­tu­el­le He­be­satz von 810 Pro­zent ver­liert mit Ab­lauf des Jah­res 2024 sei­ne Gül­tig­keit. Das Ab­ge­ord­ne­ten­haus von Ber­lin ist da­her auf­ge­for­dert, vor­ab ei­nen He­be­satz für die Zeit ab 2025 fest­zu­le­gen. Die Fest­le­gung wird vor­ge­nom­men, so­bald für die Mehr­zahl der Ber­li­ner Grund­stü­cke ei­ne Neu­be­wer­tung er­folgt ist – al­so En­de 2023 oder An­fang 2024. Bis En­de 2024 ist die bis­he­ri­ge Grund­steu­er zu entrichten.

Im Rah­men der Neu­be­wer­tung müs­sen al­le Ei­gen­tü­me­rin­nen und Ei­gen­tü­mer für ih­ren Grund­be­sitz ei­ne di­gi­ta­le Er­klä­rung zur Fest­stel­lung des Grund­steu­er­werts ab­ge­ben – egal ob selbst­ge­nutzt oder ver­mie­tet. Die Ab­ga­be ist dann ab Ju­li 2022 über das Por­tal ELS­TER mög­lich. Ge­mäß Be­wer­tungs­ge­setz ist die Er­klä­rung grund­sätz­lich elek­tro­nisch zu über­mit­teln (§ 228 Ab­satz 6). Aus die­sem Grund ent­hal­ten die In­for­ma­ti­ons­blät­ter al­le re­le­van­ten De­tails zur Steu­er-On­line­platt­form ELS­TER. Dies be­trifft vor al­lem die Re­gis­trie­rung. Die­se er­folgt aus Si­cher­heits­grün­den in drei Schrit­ten. Die Dau­er hier­für be­trägt et­wa zehn Ta­ge. Die­je­ni­gen, die be­reits re­gis­triert sind, müs­sen vor­erst nichts wei­ter un­ter­neh­men. Die For­mu­la­re zur Fest­stel­lung des Grund­steu­er­wer­tes wer­den auf der Steu­er-On­line­platt­form recht­zei­tig be­reit­ge­stellt. De­tails zur Grund­steu­er ab 2022 ste­hen on­line be­reit. Dort fin­den Ei­gen­tü­me­rin­nen und Ei­gen­tü­mer von Woh­nungs­ei­gen­tum und Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern auch ent­spre­chen­de Informationsblätter.P

 

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Zeitplan

Stich­tag für die Haupt­fest­stel­lung ist der 1. Ja­nu­ar 2022. Maß­geb­lich hier­für sind die steu­er­li­chen Ver­hält­nis­se an die­sem Tag. Die Auf­for­de­rung zur Ab­ga­be der Steu­er­erklä­run­gen wird durch öf­fent­li­che Be­kannt­ma­chung im Bun­des­an­zei­ger im März 2022 rechts­wirk­sam er­fol­gen. Die Über­mitt­lung der Steu­er­erklä­run­gen per ELS­TER soll dann ab Ju­li 2022 mög­lich sein. Die Ab­ga­be­frist en­det am 31. Ok­to­ber 2022. Frist­ver­län­ge­run­gen sind grund­sätz­lich möglich.

Bis En­de 2023 sol­len für die gro­ße Mehr­heit der Grund­stü­cke Grund­steu­er­wert­be­schei­de vor­lie­gen. Im ers­ten Halb­jahr 2024 soll dann die Prü­fung der Mess­zah­len und Fest­le­gung des neu­en He­be­sat­zes er­fol­gen, im zwei­ten Halb­jahr 2024 die Fest­set­zung der Mess­be­trags- und der Grund­steu­er­be­schei­de. Stich­tag für die Er­he­bung der Grund­steu­er nach neu­em Recht ist der 1. Ja­nu­ar 2025.PM Sen Fin

His­to­ri­sche Streifzüge:

Aus ver­gilb­ten Blättern

Ge­schich­te von Pankow

von Fer­di­nand Bei­er (Ber­lin 1922)

Vor­be­mer­kung: Der Be­zirk Pan­kow ist heu­te nicht nur fes­ter Be­stand­teil der Me­tro­po­le Ber­lin, er ist auch lie­bens­wer­ter Ort für die in ihm le­ben­den Men­schen. Da­bei kann Pan­kow schon auf ei­ne lan­ge span­nen­de Ge­schich­te zu­rück­bli­cken. Ei­ner der sie vor rund 100 Jah­ren zu er­zäh­len be­gon­nen hat, war der Pan­kower Pas­tor, Su­per­in­ten­dent und Ama­teur-His­to­ri­ker Fer­di­nand Bei­er (1890 Pfar­rer, 1911 Su­per­in­ten­dent). Sei­ne Orts­chro­nik „Aus ver­gilb­ten Blät­tern“ wol­len wir un­se­ren Le­sern künf­tig an die­ser Stel­le na­he­brin­gen. Bei­ers Be­richt be­ginnt im frü­hen Mittelalter:

Aus vergilbten Blättern
Die­se Chro­nik von Fer­di­nand Bei­er stammt aus dem Jahr 1922 (Fo­to: Lemm)

Ab­kür­zun­gen (S. 8 der Chronik)

R. C. = Rie­del. Codes di­plo­ma­ti­cus.
L. = Lehnsko­pi­a­l­buch.
St.= Staats­ar­chiv.
R. B. = Rat­haus Ber­lin.
A. M. = Amt Müh­len­hof.
G. K. = Ge­na­ral­di­rek­to­ri­um der Kurmark.

An­zei­ge

Sie in­ter­es­sie­ren sich für das „Per­so­nal“ der deut­schen Ro­man­tik (Dich­te­rIn­nen, Sprach­for­sche­rI­nen, Po­li­ti­ke­rIn­nen …) wie z. B. Bet­ti­na von Ar­nim, die Ge­brü­der Grimm, Cle­mens Bren­ta­no, Fried­rich Wil­helm IV., dann schau­en Sie doch bit­te ein­mal hier saint​-al​bin​-ver​lag​.de.

Fol­ge 13

Das Er­ker­haus aus Holz war dem Leib­arzt Dr. Bar­tels zu Ber­lin zum Ge­schenk ge­macht wor­den, wel­cher es auf sei­ner Be­sit­zung in der Hei­li­gen Geist-Stra­ße an der Spree wie­der er­rich­te­te.[1

Vier­zehn Jah­re spä­ter (1539) ver­äu­ßer­te die Fa­mi­lie Blan­ken­fel­de zwei Drit­tel ih­rer Rech­te in Pan­kow und al­len Grund­be­sitz mit den hal­ben Kir­chen­pa­tro­nat an den Rat zu Span­dau, was der Kur­fürst mit fol­gen­dem Lehns­brief be­stä­tig­te:[2]

„Wir Joa­chim von Got­tes­gna­den Mark­graf zu Bran­den­burg, be­ken­nen, daß wir un­se­ren lie­ben und ge­treu­en Bür­ger­meis­tern und Rath­man­nen und Ih­ren Nach­kom­men un­se­rer Stadt Span­dow zwei theil am Dorf­fe Pan­kow, vor Ber­lin ge­le­gen, mit sei­nen jähr­li­chen Zin­sen, Ren­ten, Päch­ten, Diens­ten, Zehn­den, Was­sern, Wie­sen, Gra­fun­gen, Hu­fen, Hö­fen, Hol­zun­gen, By­sche­rei, Strei­chern, Ae­ckern, ge­won­nen und un­ge­won­nen, Hu­ef­nern, Cos­se­ten samt der fes­ten Hof­stadt mit dem Wal­le um­bfan­gen und an­de­ren et­li­chen uner­bau­ten Cos­s­e­then­hö­fen da­selbst, auch bin­nen Zauns den gan­zen Ge­richt, den hal­ben Kir­chen­le­hen, zusamt ei­ner frei­en Schä­fe­rei mit ih­ren rech­ten, wie die­sel­ben et­wa ver­gan­ge­nen Jah­ren die Blan­ken­fel­de zu ih­rer Zeit in Lehn emp­fan­gen, zu rech­ten mann-Le­hen gnä­dig­lich ge­li­hen ha­ben, in al­ler ma­ßen wir die ge­mel­de­te zwei theil samt den an­ge­zeig­ten Gü­tern, ver­mö­ge des Kauf­brie­fes dar­über aus­ge­gan­gen von un­sern lie­ben Han­ßen Blan­ken­feld, Bür­ger in un­se­rer Stadt Ber­lin, erb­lich er­kauft, zu und an sich ge­bracht, wel­ches auch der­sel­be Hanß Blan­ken­feld dem ge­dach­ten Rath al­les auf sei­nem Be­huff samt sei­ner ehe­li­chen hauß­frau­en vor uns wie recht ab­ge­tre­ten hat.“

Wir ken­nen nicht die Ver­an­las­sung zu die­sem Ver­kauf: doch da die Blan­ken­fel­de auch das Dorf See­ge­feldt bei Span­dau be­sa­ßen, so ist zu ver­mu­ten, daß der Ver­kauf in Pan­kow mit Re­gu­lie­run­gen ih­rer Be­sit­zun­gen zu­sam­men­hing. Der ma­gis­trat zu Span­dau hat­te in die­sem Kauf das hal­be Pa­tro­nat un­se­rer Kir­che 1539 er­wor­ben, wie es auch das Vi­si­ta­ti­ons­pro­to­koll von 1540 an­gibt. Das drit­te Drit­tel des Be­sit­zes an Pan­kow blieb der Fa­mi­lie Blan­ken­fel­de noch: je­doch er­warb es 1572 Si­mon Well­mann zu Ber­lin für 600 Ta­ler.[3] 1578 kauf­te der­sel­be Well­mann vom Ma­gis­trat zu Span­dau das Gut mit al­len Rech­ten und Zu­ge­hö­ri­gen für 2600 Gul­den wie­der zu­rück, so daß der gan­ze Be­sitz­tum in sei­ner Hand wie­der ver­ei­nigt war.[4] Noch in dem­sel­ben Jahr­hun­dert ging das Gut wie­der in den Be­sitz der fa­mi­lie Blan­ken­fel­de über

Die­se Ver­än­de­run­gen im Be­sitz be­tra­fen je­doch nur das Lehn­schul­zen­gut und die klei­ne Ho­hen­zol­lern­be­sit­zung mit ih­ren Rech­ten und dem Pa­tro­nat, aber nicht das Be­le­hungs­recht des Kur­fürs­ten und das Be­sitz­recht des ma­gis­trats zu Ber­lin und Kölln. Aber auch hier­in trat in die­sem Jahr­hun­dert ei­ne be­deut­sa­me Ae­n­de­rung ein. Seit 1370 flos­sen in­fol­ge Ver­pfän­dung des Or­tes die Ab­ga­ben für den Lan­des­herrn in die Kas­se der bei­den Ma­gis­tra­te. An den Ein­nah­men un­se­res Or­tes hat­te Ber­lin 2/3, Kölln 1/3 An­teil. Zwi­schen bei­den Rä­ten be­stan­den nun schon lan­ge Rei­be­rei­en. Kölln be­schul­dig­te Ber­lin, daß es bei der Ver­tei­lung der Er­trä­ge von den Dör­fern, wel­che sie ge­mein­sam be­sa­ßen, über­vor­teilt wür­de, und drang auf ge­richt­li­che Tren­nung der Besitzteile.Das führ­te 1543 zum Ver­gleich,[5] in des­sen Pro­to­koll es heißt:

„Hin­wi­der­umb ha­ben die Her­ren des Raths zu Coln iren drit­ten Teil und vor­mein­te Zu­sprach und ge­rech­tig­keit an der ber­li­ni­schen Sei­ten al­lent­hal­ben am Bucks­ha­gen und in den dorf­fernS­tra­low Ro­sen­feldt   P a n k o w   Blan­ken­borgh und Rei­ni­cken­dorff, Pau­ren, Hu­fen, Hö­fen, korn­pacht, gelt und wasserzinsen,Zehnden, diens­ten, Hol­zun­gen, was­sern, wey­den u. s. f. hin­fur­der ab­zu­ste­hen und nichts mehr an der Ber­li­ni­schen sey­ten und dorf­fern zu thun noch zu schaf­fen ha­ben sollen.“

Wenn die­ser Ver­trag auch nichts in der Art und Hö­he der Ab­ga­ben des Or­tes än­der­te, so war doch das Rechts­ver­hält­nis da­hin ge­wan­delt, daß das Dorf Pan­kow seit1543 nur noch Ber­lin ge­hör­te. Am 25. Mai 1548 er­warb nun der Kur­fürst Joa­chim II, vom Rat zu Ber­lin für 8400 Gul­den „au­ßer Be­sitz­tei­len in der Hei­de zu Span­dau und den Plot­cen Se­he (Plöt­zen­see) al­le An­tei­le des Rats an den Dör­fern Berk­holtz Pan­kow und Blan­ken­burg mit al­ler und je­der zu­ge­hor­un­gen zu­rück.[6] Wir kön­nen nicht ent­schei­den, ob bei die­sem Rück­kauf der drit­te Teil, wel­chen Kölln be­ses­sen hat­te, nicht mit ein­ge­grif­fen war; es wird be­rich­tet, daß der Kur­fürst mit dem Rat von Ber­lin im Pro­zeß lag, viel­leicht we­gen die­ser Rück­käu­fe. Der Er­folg war, daß der drit­te Köll­ner An­teil an Pan­kow erst 1549 vom Rat zu Ber­lin auf den Kur­fürs­ten über­ging.[7]

So war der Kur­fürst wie­der im Be­sitz der Ein­nah­men un­se­res Or­tes, wie sie die Mark­gra­fen vor 1370 be­ses­sen hatten.

Der Rück­kauf des drit­ten An­teils war aber in an­de­rer Be­zie­hung von höchs­ter Wich­tig­keit. In­dem Ber­lin al­le Rech­te an den Kur­fürs­ten ab­trat, er­hielt es von die­sem ein   D r i t t e l   d e r   L e h n s h e r r l i c h k e i t   ü b e r   P a n k o w   zu­ge­spro­chen. Wir ha­ben nur ei­ne ver­kürz­te Ab­schrift des Kauf­brie­fes, aus dem die Ver­lei­hung des Le­hens­rech­tes her­vor­geht, sie lau­tet:[8]

„Kauf­brief dar­in der Kur­fürst ein drit­tel Teil an Pan­kow und Blan­ken­fel­de, so hier­be­vor der Rath von Ber­lin ge­habt und an Kur­fürst Gna­den ver­kauft, so hin­wie­der­um den Blan­ken­fel­dern ver­kauft doch mit die­ser Be­gna­dung, daß der Rath von Ber­lin do­mi­nus fo­e­di sein und die­se Le­hen zu ver­lei­hen ha­ben soll.“

Seit 1549 war al­so ne­ben dem Kur­fürs­ten der Rat von Ber­lin ein drit­tel Teil Lehns­herr über Pan­kow. Je­de Be­leh­nung mit ei­nem Hof oder Recht in un­se­rem Ort muß­te von nun an zu 23 vom Lan­des­her­ren, 13 vom Ma­gis­trat Ber­lins er­fol­gen. Die­ses Lehns­recht ist auch tat­säch­lich bis zur Auf­he­bung der Lehnsun­ter­tä­nig­keit 1810 vom Ma­gis­trat aus­ge­übr wor­den. Der kauf­kon­trakt, wel­chen 1680 von Grumb­kow bei der Er­wer­bung des Lehn­schul­zen­gu­tes zu Pan­kow schloß, lau­tet am Schluß: „Weil auch das Dorf Pan­kow ein wie­der­käuf­li­ches Le­hen ist, da­von 2 Tei­le zu hie­si­ger kur­fürst­li­cher Lehns­kanz­lei, ein Teil aber beim Ma­gis­trat der Stadt Ber­lin zu Le­hen geht, so will der Herr Käu­fer den Kon­sens sich selbst auf sei­ne Kos­ten zu be­schaf­fen be­müht sein.“[9] Auch wird dem Si­mon Well­mann vom Ma­gis­trat 1572 ein Lehns­brief aus­ge­stellt, in dem es aus­drück­lich heißt: „Und wir, die Lehns­her­ren, er­lau­ben und ver­gön­nen ge­mel­ten Blan­ken­fel­de sol­ches, kon­sen­tie­ren und be­wil­li­gen auch den­sel­ben Wie­der­ver­kauf in al­len Punk­ten.“ Mit die­sem Drit­teil Lehns­recht war der An­teil an der Be­leh­nungs­ge­bühr, wel­che ge­wöhn­lich 2 % des Kauf­prei­ses be­trug, für den Ma­gis­trat ver­knüpft. So er­hielt Ber­lin für den Ver­lust an Ein­nah­men aus un­se­rem Dorf durch Ab­tre­tung des Köll­ni­schen drit­ten Tei­les ei­nen Er­satz an Ein­nah­men aus dem Be­leh­nungs­recht. Den von Ber­lin 1549 er­wor­be­nen Ein­nah­me­an­teil der Stadt Kölln gab Joa­chim in dem­sel­ben Jahr der Fa­mi­lie Blan­ken­fel­de, [10] wel­che die­se Ein­nah­me 1572 bis zum Wie­der­erwerb des gan­zen Gu­tes an Si­mon Well­mann ver­äu­ßer­ten.[11] Durch die­se der Fa­mi­lie Blan­ken­fel­de er­wie­se­ne Huld wuchs das Recht und die Ein­nah­me des Gu­tes. Der Guts­herr be­zog von da an den Zehnt, den Grund­zins und das Kauf­geld der Höfe.

Bei den Wie­der­kauf der An­tei­le Ber­lins und Köll­ns an Pan­kow war das Pa­tro­nats­recht Ber­lins noch nicht er­lo­schen. Ob­wohl die Fa­mi­lie Blan­ken­fel­de das gan­ze Gut um 1600 wie­der be­saß, wer­den in ei­ner Ma­tri­kel von 1600 (Kon­sis­to­ri­um Ber­lin) als Col­la­to­res, d. h. Pa­tro­ne noch der Rat von Ber­lin und Span­dau und die Blan­ken­fel­de ge­nannt. In­fol­ge der vie­len Be­sitz­än­de­run­gen in die­sem Jahr­hun­dert sind die Pa­tro­nats­ver­hält­nis­se in der zwei­ten Hälf­te des Jahr­hun­derts nicht klar. Die fol­gen­den Be­sit­zer des Lehn­schul­zen­gu­tes da­ge­gen wer­den nicht mehr mit dem hal­ben, son­dern mit dem gan­zen Kirch­le­hen belehnt.

Noch ei­ne Be­leh­nung mit Be­sitz in Pan­kow, wel­che In­ter­es­se hat, ist uns aus die­sem Jahr­hun­dert be­kannt, sie be­trifft die Fa­mi­lie Brietz­ke. Eg­gert Brietz­ke starb 1527 und sei­ne Söh­ne leis­te­ten den Lehnseid.[12] Die­se Fa­mi­lie war reich be­gü­tert. Sie hat­te Be­sit­zun­gen in Ru­dow und Tel­tow,[13] in Wulkers­dorf, Wen­disch-Go­th­kow, Schön­ha­gen, lan­gen­wi­sche und Jem­lin.[14] 1542 wird nun die­se Fa­mi­lie mit wei­te­ren Be­sit­zun­gen in Pan­kow be­lehnt[15],und zwar mit 15½ Hu­fen, ei­nem Vier­tel am Ge­richt und mit ei­ner   W a s s e r m ü h l e,   b e l e g e n   i m   D o r f. Hier wird zum ers­ten­mal die Was­ser­müh­le er­wähnt, wel­che bis 1839 an der Pan­ke, in heu­ti­gen Bür­ger­park, lag, wel­che in spä­te­rer Zeit und viel­leicht auch schon da­mals ein be­deu­ten­des In­dus­trie­werk, ei­ne Pa­pier­müh­le, war und bis­wei­len ge­gen 60 Ar­bei­ter be­schäf­tig­te. 1750 be­saß die­se Müh­le Mi­cha­el Schwie­ger­link,[16] spä­ter Pi­cke­rin, 1825 brann­te sie ab und wur­de, von neu­em wie­der er­baut, 1839 durch die durch plötz­li­che star­ke Ge­wit­ter­re­gen an­ge­schwol­le­ne Pan­ke zerstört.

 

[1] Pe­ter Hafft. R. C. IV Sei­te 75

[2] St. Cop. R.78, 35. R. C. Sup­pl. I 355.

[3] Rat­haus Ber­lin „Dör­fer und Län­de­rei­en“. Sei­te 243

[4] Rat­haus Ber­lin „Dör­fer und Län­de­rei­en“. Sei­te 245

[5] Rat­haus Ber­lin. Ar­chiv XI,105.

[6] Stadtarchiv.

[7] R. B. „Dör­fer und Län­de­rei­en“, Sei­te 210

[8] R. B. „Dör­fer und Län­de­rei­en“, Sei­te 210

[9] Rat­haus Ber­lin, „Dör­fer und Ländereien“.

[10] Eben­da Sei­te 243.

[11] Eben­da Sei­te 210.

[12] St. Cop. Nr. 34.

[13] Cop. R.78. 42.

[14] Cop. R. 78, 35.

[15] Cop. R. 78, 35.

[16] Kirchenbuch.

Was war Pan­kow am En­de die­ses ge­wal­ti­gen Jahr­hun­derts? Ein Dorf rei­cher Be­sit­zer, aber rech­nen wir den Hu­fen­be­sitz des Gu­tes, der Fa­mi­lie Kru­se­mark, der Brietz­ke und der Pfar­re zu­sam­men, so er­gibt sich der Schluß, daß nur ei­ne klei­ne Hu­fen­zahl den bau­ern ge­blie­ben war. Die 12 Bau­ern­hö­fe und 15 Kossä­ten­hö­fe, wel­che 1624 das Schoß­re­gis­ter der Zahl nach an­gibt, wa­ren zum gro­ßen Teil wüst und zer­fal­len und im Be­sitz der Ber­li­ner, so hat­te z. B. Kru­se­mark vier wüs­te Hö­fe über­nom­men, und das Vi­si­ta­ti­ons­pro­to­koll sagt, daß der Bau­er the­wes De­ne sei­nen Zins nicht zah­len kann. Der Bau­ern­stand war ver­fal­len und verarmt.

Die Pfar­rer des Jahr­hun­derts der Re­for­ma­ti­on wa­ren Jo­hann Mol­ler, des­sen To­des­jahr wir nicht ken­nen, Zim­mer­mann, An­dre­as Kor­n­e­mann, ge­stor­ben 1596, und An­dre­as Kurtz­mann, ge­stor­ben 1600.

Wie es in Pan­kow im 17. Jahr­hun­dert wei­ter­ging, le­sen Sie in der nächs­ten Folge un­se­res Nachdrucks …