Planerische Grundlage für die Elisabeth-Aue beschlossen
BLANKENFELDE. „Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, den städtebaulich-freiraumplanerischen Rahmenplan für das Neue Stadtquartier Elisabeth-Aue im Norden von Pankow beschlossen“ berichtet der Landespressedienst vom 30. September 2026. Gaebler gehört der SPD an.
Der Beschluss schafft die Grundlage
für eines der bedeutendsten Wohnungsbauvorhaben Berlins. Der
Rahmenplan bildet die Grundlage für die weiteren Planungsschritte
und verbindet bezahlbaren Wohnungsbau mit qualitätsvollen
Freiräumen, sozialer Infrastruktur, nachhaltiger Mobilität sowie
den Anforderungen des Klima- und Naturschutzes.
Im Neuen
Stadtquartier Elisabeth-Aue entstehen rund 5.000 Wohnungen. Rund 70
Prozent davon werden durch die landeseigenen Wohnungsunternehmen
Howoge und Gesobau errichtet, die weiteren Flächen sind insbesondere
für Genossenschaften und andere gemeinwohlorientierte Träger im
Rahmen eines Konzeptvergabeverfahrens vorgesehen.
Der
Rahmenplan ist das Ergebnis eines zweistufigen
städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs- und
Werkstattverfahren mit einer Beteiligung von Fachverwaltungen,
öffentlicher Träger und der Öffentlichkeit. Alle gewonnenen
Erkenntnisse sind in die Planung eingeflossen und bilden die
Grundlage für die weitere Entwicklung des Quartiers.
Die
Planung folgt dem Leitbild „Kiezlandschaft“. Vier Nachbarschaften
mit jeweils eigenem Mittelpunkt werden durch Grünzüge,
Quartiersparks und öffentliche Freiräume miteinander verbunden.
Schulen, Kindertagesstätten, Nahversorgung, Dienstleistungen sowie
kulturelle und gewerbliche Angebote werden von Anfang an mitgeplant.
Das Quartier soll als Stadt der kurzen Wege entwickelt werden, in der
Alltag, Wohnen und Arbeiten eng miteinander verknüpft sind.
Im
Süden: Stadtquartier – im Norden: gesicherter Freiraum
Die
Bebauung im Neuen Stadtquartier konzentriert sich auf den südlichen
Teil des Plangebiets, während die nördlich gelegenen
Offenlandbereiche dauerhaft als Freiraum gesichert und ökologisch
aufgewertet werden. Durch eine blau-grüne Infrastruktur mit einer
naturnahen Regenwasserbewirtschaftung, einem hohen Anteil
unversiegelter Flächen, einem eng vernetzten System aus Grün- und
Freiräumen wird das neue Quartier klimaresilient entwickelt, um den
Herausforderungen zunehmender Hitze- und Starkregenereignisse zu
begegnen.
Mit dem Beschluss des Rahmenplans beginnt nun
die nächste Phase der Quartiersentwicklung. In der funktionalen
Masterplanung und den anschließenden Bauleitplanverfahren werden die
planerischen Grundlagen weiter vertieft und die Voraussetzungen für
die Umsetzung geschaffen.
Christian Gaebler, Senator für
Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Mit dem Neuen Stadtquartier
Elisabeth-Aue schaffen wir die Voraussetzungen für dringend
benötigten Wohnraum und zeigen zugleich, wie zukunftsfähige
Stadtentwicklung aussieht. Das neue Quartier verbindet bezahlbares
Wohnen mit einer leistungsfähigen sozialen Infrastruktur,
attraktiven öffentlichen Räumen, einer nachhaltigen Mobilität und
einer klimaangepassten Freiraumgestaltung. Unser Ziel ist ein
lebendiges Quartier, das den Bewohnerinnen und Bewohnern ein neues
und bezahlbares Zuhause in Berlin bietet und gleichzeitig die
landschaftlichen Qualitäten des Standorts bewahrt. Die Einbindung
von Genossenschaften stärkt den gemeinwohlorientierten Wohnungsbau.“
LPD