Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für „Blankenburger Süden“ festgesetzt
BLANKENBURG. Der Senat hat am heutigen 13. Oktober 2026 die Umsetzungskonzeption einschließlich der Zeit- und Maßnahmenplanung für das Neue Stadtquartier (NSQ) Blankenburger Süden beschlossen. Zustimmung fand zudem die beabsichtigte Festlegung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für ein Teilquartier des NSQ.
„Im Blankenburger Süden soll in
den kommenden Jahren ein nachhaltiges, attraktives und gemischt
genutztes Stadtquartier mit insgesamt circa 8.600 Wohnungen und 35
Hektar Gewerbeflächen entstehen. Das Neue Stadtquartier setzt sich
aus drei unterschiedlichen Einzelquartieren zusammen. Für eines
dieser Quartiere – das Quartier Süd im Bereich des heutigen
Gewerbegebietes Heinersdorf und angrenzender Grünbereiche – sind
nach Maßgabe des § 165 Baugesetzbuch die Voraussetzungen zur
Durchführung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme gegeben“,
heißt es dazu in einer Pressemeldung des Senats vom selben
Tag.
Eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ist ein
Instrument des besonderen Städtebaurechts. Sie ermöglicht die
städtebauliche Neuordnung oder erstmalige Entwicklung eines Gebiets
– unter anderem mittels Zwischenerwerb privater Grundstücke durch
das Land Berlin –, um damit die zügige Durchführung der in der
Zuständigkeit der Gemeinde liegenden Ordnungsmaßnahmen zu sichern.
Damit soll die zügige und koordinierte Umsetzung der hochkomplexen
Maßnahmen mit vielen Teilaufgaben ermöglicht werden. Der Beschluss
der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ist für das erste Quartal
2027 vorgesehen.
Für die geplante städtebauliche Entwicklung der drei Quartiere ist – über die bestehenden Nachholbedarfe hinaus – die umfassende Herstellung bzw. Ertüchtigung von Verkehrsinfrastruktur im Bereich des Blankenburger Südens zwingende Voraussetzung. Es sind daher wichtige Maßnahmen wie die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 sowie der Aus- und Neubau überörtlicher Straßen und Radwege vorgesehen. Die Maßnahmen dienen damit auch der Verbesserung der verkehrlichen Situation im gesamten Berliner Nordostraum. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wurde dafür eine umfängliche Umsetzungskonzeption erarbeitet, die eine Zeit- und Maßnahmenplanung sowie eine Kosten- und Finanzierungsübersicht enthält. „Mit der Zustimmung zur Umsetzungskonzeption und Kenntnisnahme des ermittelten Finanzierungsbedarfes schafft der Senat wichtige Voraussetzungen für eine zügige Durchführung der geplanten Quartiersentwicklung zur Schaffung von 8.600 benötigten Wohnungen“, so in der Pressemitteilung weiter.
Weitere Informationen lesen Sie hier. LPD
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