Ausstellung im Rathaus zeigt „Kindheit und Jugend in Pankow nach 1945“
Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Vereins „Freundeskreis der Chronik Pankow e. V.“ ist vom 11. November 2026 bis 5. April 2027 in der Rathaus-Galerie die Ausstellung „Kindheit und Jugend in Pankow nach 1945“ zu sehen.
Die Schau mit zahlreichen
Zeitzeugnissen hatte der Freundeskreis bereits im vergangenen Jahr in
seinen Räumen im Brose-Haus in der Dietzgenstraße gezeigt. Mit der
Präsentation im Rathaus Pankow soll diese wichtige Dokumentation der
jüngeren Pankower Vergangenheit nun einem noch breiteren Publikum
zugänglich gemacht werden. Zugleich wird mit der Ausstellung im
Rathaus das nunmehr 35-jährige Bestehen und Wirken des Vereins
gewürdigt.
Die Eröffnung findet am Dienstag, dem 10.
November 2026, um 15:00 Uhr im Emma-Ihrer-Saal in der 1. Etage des
Rathauses statt. Während der Ausstellungslaufzeit bieten die
Mitglieder des Freundeskreises dann organisierte Führungen an. Zur
Terminvereinbarung können sich Interessierte direkt
beim Verein melden.
Freundeskreis
der Chronik Pankow e. V.
Am
26. September 1991 gründeten Pankower Bürger, die an der Geschichte
Pankows und seiner Ortsteile interessiert waren, den „Freundeskreis
der Chronik Pankow e. V.“. Kam man anfangs noch in den
Räumlichkeiten der Stadtbezirkschronik in der Heynstraße zusammen,
konnte am 27. August 1994 das heutige Domizil im Brose-Haus in der
Dietzgenstraße 42 bezogen werden. Seit 35 Jahren widmen sich die
Mitglieder des Freundeskreises nun der Erforschung und Bewahrung der
Geschichte Pankows. Dazu zählen Vorträge, die Herausgabe eines
Mitteilungsblattes und vor allem wechselnde Ausstellungen im
Brose-Haus.
Dazu Frank Schröder. Vereinsvorsitzender:
„2025 nahmen wir den 80. Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland
zum Anlass, um die letzten Kriegstage, die unmittelbare
Nachkriegszeit und den Wiederaufbau in Pankow zu zeigen. Einige
unserer Mitglieder haben den Krieg als Kind noch erlebt, viele ihre
Kindheit und Jugend in der Nachkriegszeit verbracht. Viele haben sich
mit Bildern und Dokumenten aus dieser Zeit an der Ausstellung
beteiligt, einige standen für Interviews zur Verfügung. Ausschnitte
daraus finden sich in den Texten der Tafeln wieder. Ganz bewusst
wurde der zeitliche Rahmen bis 1990 gezogen. Der neue Staat, der auf
den Trümmern von 1945 entstand, und für den so manche unserer
Mitglieder buchstäblich die Schippe in die Hand nahmen, ging unter.
Das bedeutete für viele Pankower und ihre Kinder erneut einen
Wendepunkt in ihrem Leben.“
Und Bezirksbürgermeisterin
Dr. Cordelia Koch (Grüne) ergänzt: „Ich danke dem Freundeskreis
der Chronik Pankow, der sich seit 35 Jahren dafür einsetzt, diese
Geschichte zu bewahren und an die nächsten Generationen
weiterzugeben.“ LPD