DieKURZKRITIK: Von Jungreportern und einem Kegel, der ein Kreisel war …
Pankower KURZKRITIK Das Pankower Panorama ist ja so etwas eine Lokalzeitung. Und auch in dem Roman „Die Architektin“ von Till Raether, den wir Ihnen heute vorstellen wollen, geht es unter anderem um eine Lokalzeitung, das Spandauer Volksblatt. Das i…
Pankower KURZKRITIK (05.06.2023) Das Pankower Panorama ist ja so etwas eine Lokalzeitung. Und auch in dem Roman „Die Architektin“ von Till Raether, den wir Ihnen heute vorstellen wollen, geht es unter anderem um eine Lokalzeitung, das Spandauer Volksblatt. Das ist heute die Spandauer Ausgabe der Berliner Woche, war aber in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts ein eigenständige Tageszeitung aus dem Havel-Bezirk. Im Zentrum des amüsant zu lesenden Romans von 414 Seiten steht der Bauskandal um den hier Kegel genannten Steglitzer Kreisel, der in den 70-ern das damalige West-Berlin erschütterte.
Dem ist der Jungjournalist Otto Bretz auf der Spur, die mit einer Geistergeschichte beginnt. Im Blickfeld des Romans steht aber auch „Die Architektin“, deren Name nirgends im Buch auftaucht, die aber von allen, die sich (noch) an die historischen Vorgänge erinnern, sofort als Sigrid Kressmann-Zschach identifiziert werden wird. Mehr über die Roman(!)-Handlung sei an dieser Stelle nicht verraten, wer aber – etwa anlässlich der aktuellen Probleme und Auseinandersetzung um den weit sichtbaren weiterhin eingerüsteten Kreisel – etwas mehr über die Vorgeschichte des Baus und den ihn umwabernden politischen Sumpf erfahren möchte und dies in leicht lesbarer Form, dem sei der Band „Die Architektin“ aus dem Verlag btb (ISBN 978 – 3‑442 – 75927‑9) zum Preis von 24,00 Euro wärmstens ans Herz gelegt: Er sollte problemlos über alle Pankower Buchhandlungen zu erwerben sein. Uwe Lemm