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Vivantes verdoppelte Zahl der Kreißsäle – aber in Friedrichshain

PANKOW Geburt Frauen aus Pankow, die ihr Kind in einer Klinik zur Welt bringen möchten, aber in Pankow Schwierigkeiten haben, dafür einen Platz zu finden, könnten künftig im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bessere Chancen haben: War die Geburtsmedizin im Vivantes-Klinikum Friedr…

05.02.2024·Redaktion

PANKOW Geburt (05.02.2024) Frauen aus Pankow, die ihr Kind in einer Klinik zur Welt bringen möchten, aber in Pankow Schwierigkeiten haben, dafür einen Platz zu finden, könnten künftig im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bessere Chancen haben: War die Geburtsmedizin im Vivantes-Klinikum Friedrichshain mit 3.071 Geburten im Jahr 2023 schon bisher die drittgrößte Geburtsklinik Berlins und lag damit auf Platz 13 in ganz Deutschland, so hat sie seit Januar 2024 nun gute Chancen, diesen Spitzenplatz weiter auszubauen. Denn Anfang dieses Jahres konnten an der Landsberger Allee 49 vier zusätzliche neugestaltete Entbindungsräume, darunter einer mit Gebärwanne, ein zweiter Kaiserschnitt-OP mit angeschlossenem Überwachungsraum und eine neue Zentrale als Verbindungsstück zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Neubau in Betrieb genommen werden.

Begonnen hatten die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb im Jahr 2022. Im ersten Bauabschnitt wurde der Ambulanzbereich für Gynäkologie und Geburtshilfe verlagert, neugestaltet und erhielt neue Medizintechnik. Im zweiten Bauabschnitt wurde der Grundstein für den Neubau mit den Kreißsälen gelegt. Nachdem anfangs nur eine Erweiterung geplant war, wurde das Projekt zu einem komplett neuen Anbau weiterentwickelt, der fast eine Verdoppelung der Bestandsstrukturen bedeutet.

Mit der räumlichen Erweiterung verfügt die Geburtsklinik im Vivantes Klinikum im Friedrichshain nun insgesamt über acht Kreißsäle, zwei Kaiserschnitt-OPs, vier Aufnahmeräume, einen Überwachungsraum und einen großen Untersuchungsraum mit Ultraschalldiagnostik sowie einen deutlich vergrößerten Reanimationsraum für Neugeborene. Die Diensträume für ärztliches Personal verfügen jetzt über einen direkten Zugang zum Kreißsaal, sodass die Wege in Notsituationen besonders kurz sind.

Inzwischen erfolgt die Dokumentation und Überwachung der Geburten in der Geburtsmedizin ausschließlich digital. Durch zentrale CTG-Monitore, die sogenannten Wehenschreiber, ein digitales Partogramm für den Geburtsverlauf, eine digitale Patientenkurve mit Vitalparametern und Medikation der Gebärenden sowie die Hebammensprechstunde ist für die größtmögliche Sicherheit für werdende Mütter gesorgt.

Die liegt Prof. Dr. Lars Hellmeyer, Chefarzt der Klinik für Geburtsmedizin in Friedrichshain, besonders am Herzen: „Mit der Eröffnung unserer neuen Räumlichkeiten können wir den werdenden Eltern hier in der Vivantes Geburtsklinik die bestmöglichen Rahmenbedingungen und die modernste Medizintechnik für ihre Geburt anbieten.“

Die Geburtsklinik des Klinikums Friedrichshain ist allerdings eben auch nicht nur für werdende Eltern im Bezirk Friedrichshain von großer Bedeutung, wie die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, anlässlich der Übergabe der Erweiterung betonte: „Das Vivantes Klinikum im Friedrichshain ist als Maximalversorger mit seinem Perinatalzentrum Level 1 für Berlin als wachsende Stadt enorm wichtig. Für die Geburten sind neben der entsprechenden personellen Ausstattung auch die räumlichen Voraussetzungen von entscheidender Bedeutung. Ich bin sehr froh, dass wir dem Rechnung tragen konnten, indem wir den Ausbau der Kreißsäle mit rund 8,7 Millionen Euro  aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt gefördert haben.“

Die gesamten Baukosten für die Erweiterung der Geburtsmedizin und die Erweiterung der Neonatologie betrugen zusammen insgesamt knapp 12,4 Millionen Euro. UL