Zwei Leben im Widerstand
PANKOW Gespräch Das 78. Pankower Waisenhausgespräch zum Thema „Der vergessene Arbeiter-Widerstand. Zwei Leben für die Befreiung: Harry und Martha Naujoks“ widmet sich dem heute weitgehend vergessenen Arbeiterwiderstand gegen den aufkommenden Nationalsozialismus, der 1923 von Kom…
PANKOW Gespräch (17.03.2026) Das 78. Pankower Waisenhausgespräch zum Thema „Der vergessene Arbeiter-Widerstand. Zwei Leben für die Befreiung: Harry und Martha Naujoks“ widmet sich dem heute weitgehend vergessenen Arbeiterwiderstand gegen den aufkommenden Nationalsozialismus, der 1923 von Kommunisten in Hamburg ausging. Im Zentrum dieser Aktion standen damals Harry und Martha Naujoks.
Harry war zur Zeit des Aufstands Leiter des Kommunistischen Jugendverbandes in Hamburg. 1933 verhaftet, wurde er 1936 in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt und 1942 mit anderen Häftlingen »zur Vernichtung durch Arbeit« in das KZ Flossenbürg deportiert. Bereits 1939 leitete er als „Lagerältester“ den Aufbau illegale Widerstandsgruppen im Lager – und konnte nachweislich zahlreichen Häftlingen das Leben retten. Martha Naujoks, heute fast unbekannt, war eine herausragende Revolutionärin. Bereits 1921 im Mitteldeutschen Aufstand und 1923 Teilnehmerin am Hamburger Aufstand, musste sie sich im Moskauer Exil gegen stalinistische Verdachts-Strategien wehren.
Der diesem Waisenhausgespäch zugrundeliegende aufklärende Doppelband „Martha und Harry Naujoks: Zwei Leben für die Befreiung – Aufbrüche, Aufstände und Niederlagen – Zwischen Revolution und Inferno“ wird dabei ebenso vorgestellt wie der Film der Film „Der Hamburger Aufstand“ von Klaus Wildenhain und Gisela Tuchtenhagen, der auszugsweise gezeigt wird. Die Veranstaltung der Galerie der abseitigen Künste (Hamburg) in Kooperation mit Helle Panke e. V. und der Cajewitz-Stiftung findet am Freitag, dem 27. März 2026, um 18:00 Uhr im ehemaligen jüdischen Waisenhaus, Leslie Baruch Brent-Hall (Betsaal), Haupteingang: Berliner Straße 120–121, 13187 Berlin. Anmeldung erbeten! PMCS