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Sorgen und Hoffnungen überflüssig

Pankow Fluglärm und Chancen Wieseit dem Beginn der Berliner Herbstferien im Zusammenhang mit dem Abfertigungschaos am Berliner Großflughafen BER vereinzelt zu hörenden Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger Pankows, angesichts des dort herrschenden Chaos würde wohl der Flughaf…

12.10.2021·Redaktion
Pankow Fluglärm und Chancen (12.10.2021) Wieseit dem Beginn der Berliner Herbstferien im Zusammenhang mit dem Abfertigungschaos am Berliner Großflughafen BER vereinzelt zu hörenden Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger Pankows, angesichts des dort herrschenden Chaos würde wohl der Flughafen Tegel (TXL) bald wieder in Betrieb genommen, sind überflüssig. Damit aber leider auch die Hoffnungen all jener, die von den Zuständen bei der Abfertigung von Passagieren und Gepäck am BER am rechtzeitigen Ferienantritt gehindert wurden, und nun hofften, die nahezu paradiesischen Verhältnisse am TXL mögen bald zurückkehren. Denn leider hat der Flughafen Tegel nicht nur keine Betriebserlaubnis mehr, sondern inzwischen fehlen diesem auch große Teile seiner Start- und Landebahnen.
Bauarbeiten am früheren Flughafen Tegel (Foto: Michael Hinze)
Also dürfen die einen beruhigt in eine weiterhin fluglärmfreie Zukunft sehen, während sich die anderen mit dem gebetsmühlenartig wiederholten Statement des BER-Flughafensprechers, Hannes Stefan Hönemann, bescheiden, daß die Corona-Pandemie an allem Chaos die Schuld trüge. Eine durchaus praktikable Überlegung, denn zu anderen Zeiten wurden und werden reisewillige Zeitgenossen häufig mit ähnlich betriebsfernen Gründen für die Leistungseinschränkungen von Verkehrsunternehmen unterschiedlichster Art beruhigt, wenn diese sich außer Stande sahen und sehen, ihre gegen Entgelt erworbenen Leistungen im erwarteten Umfang und zum erwarteten Zeitpunkt zu erbringen. An erster Stelle stehen hier die vier Jahreszeiten, deren mögliche Wirkungen auf Verkehrsleistungen jährlich neu überraschen. Hatte nicht die neue Chefin des Flughafens BER, Aletta von Massenbach, der Deutschen Presse-Agentur erst am 30. September frohgemut und zuversichtlich erklärte, ihr sei es wichtig, ihren Beitrag dafür zu leisten, „dass wieder ein gewisses Vertrauen und eine Verlässlichkeit in die Arbeit der Flughafengesellschaft entsteht.“ Denn: „Wir wollen ein normaler Flughafen werden.“ Und dazu würde künftig vor allem gehören: „Viel zu reden und zu erklären“. Momentan allerdings hat sich die BER-Chefin weder durch öffentliches Reden noch durch ebensolche Erklärungen an all jene ausgezeichnet, die vom BER-Chaos in drakonischer Weise betroffen waren oder es noch sind. MH